„EU ohne Grenzen!?“- Europatag an der BBSW

Eine Expertenbefragung mit Herrn Ralf Seekatz, MdEP, am bundesweiten EU-Schulprojekttag.

Im Rahmen des bundesweiten EU-Schulprojekttages haben sich die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums der BBS Wirtschaft in Koblenz mit der Zukunft der EU auseinandergesetzt.

image1Sie behandelten in Gemeinschaftskunde, besonders vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage in der Ukraine, die Sicherheitspolitik sowie das Beitrittsverfahren zur EU.
Um diese erarbeiteten Grundlagen mit Hilfe von Expertenwissen zu vertiefen, organisierten die Schülerinnen und Schüler den EU-Projekttag mit dem Thema: „EU ohne Grenzen?! – Eine neue Erweiterungsrunde mit der Republik Moldau und der Ukraine?“

Als Experte, der ihnen Rede und Antwort stand, konnten sie mit dem CDU-Politiker Herrn Ralf Seekatz ein Mitglied des Europäischen Parlaments gewinnen.

Die Schulleiterin, Frau Oberstudiendirektorin Beate Kraemer, wies in ihrer Eröffnungsrede daraufhin, wie wichtig es für die Jugendlichen von heute sei, sich mit der europäischen Politik auseinanderzusetzen, da „sie in Zukunft Europa leben und gestalten müssen“.

Anschließend wurde der Politiker mit herausfordernden Fragen gelöchert.

Besonders beschäftigten die Schülerinnen und Schüler dabei natürlich der Ukraine Krieg und die damit verbundene Aufnahme der Ukraine in die EU.

Seekatz machte deutlich, dass die Aufnahme der Ukraine ein „Akt der Solidarität“ wäre. Darüber hinaus wäre das Land aufgrund seiner starken Wirtschaftskraft eine Bereicherung für die EU. „Der Ukraine nicht zu helfen wäre fahrlässig“, betonte der ehemalige Bürgermeister der Stadt Westerburg.

Bei den nachfolgenden Fragen der Jugendlichen wurde deutlich, dass sie sich intensiv mit den wirtschaftlichen Folgen des Krieges für die Ukraine und die Auswirkungen auf die gesamte EU auseinandergesetzt haben. Seekatz verwies darauf, dass die Abhängigkeit der EU in Bezug auf die Energielieferungen aus Russland fahrlässig gewesen wären und dass die wirtschaftlichen Folgen noch unabsehbar seien. „Die Energiekosten werden weiter steigen.“, mahnte er.

Die EU habe aber bereits einige Maßnahmen initiiert um die Energiekrise zu stoppen. Dazu zählen etwa der Ausbau erneuerbarer Energien sowie verstärkte Investitionen in die Forschung im Bereich der grünen Technologie. In diesem Zusammenhang stellte er heraus, dass die wirtschaftlichen Folgen des Krieges für Russland weitaus größer sein werden.

image0Es sei wichtig die EU in Zukunft weiter zu stärken, etwa durch eine gut organisierte Außenpolitik, denn sie bringe viele Vorteile für die Länder. Eine Gemeinschaft symbolisiere Sicherheit nach außen. Der CDU-Politiker appellierte daher an alle: „Wir müssen mehr den europäischen Gedanken nach außen tragen.“

Abschließend betonte Seekatz wie bedeutsam unsere Solidarität mit den Menschen im Kriegsgebiet sei und dass man in Bezug auf die russische Bevölkerung in Deutschland auf Schuldzuweisungen verzichten müsse. Die Menschen tragen keine Schuld an dem Krieg und viele von ihnen seien gut in Deutschland integriert.

Die Schülerinnen und Schüler saugten jedes Wort des Experten auf und dokumentierten ihre Erkenntnisse, um diese dann später für eine gemeinsame Reflexion im Unterricht zu nutzen.

Herr Studiendirektor Dr. Michael Nicolas bedankte sich im Namen der Schülerrinnen und Schüler bei Herrn Seekratz für seine „wertvollen Impulse für das weitere Denken und Arbeiten.“

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